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Rettungsaktion der Braubärin "Ledia" aus Albanien

 

Derzeit wird sie auf einem Privatgelände von einem Gastronomiebetreiber in einem kleinen Käfig gehalten, wo sie ca. 3 bis 4 qm Betonboden hat, ohne Möglichkeit sich zurückzuziehen, geschweige denn sich vor Sonne, Hagel und Sturm in Sicherheit zu bringen. Sie ist nahe der Küstenstadt Durres auf freier Landschaft abgestellt. Das Gelände ist zudem Hochwasser gefährdet. Bereits mehrfach wurde ihre Käfiganlage geflutet, und sie musste bis zum Bauch im Wasser stehen. Während dieser Zeit kann sie sich nicht hinlegen, und muss buchstäblich in den Abwässern stehen. Ein Anblick, der an Grausamkeit und Sadismus kaum noch zu überbieten ist.

Für Ledia ist der endgültig Durchbruch für eine Rettung noch nicht erreicht; allerdings haben wir vor wenigen Tagen die ersten konkreten Hoffnungszeichen auf eine Rettung erhalten. So ist es geplant, dass sie geimpft wird und nach Möglichkeit auch erstmals eine Chipnummer erhält. Eine unabdingbare Voraussetzung für die Rettungsaktion, denn erst dadurch wird für Ledia eine Identität geschaffen, die auch in den notwendigen Ausfuhr- und Einfuhrpapieren dokumentiert werden kann. Bei jedem Grenzübertritt wird die Identität des Tieres anhand der Chipnummer geprüft.

Bitte helfen auch Sie mit, dass Ledia ein neues zu Hause gegeben werden kann; so sind ca. 10.000,- Euro notwendig, dass sie geretter werden kann, und in ein neues zu Hause im "Gnadenhof für Bären - in Bad Füssing" gerettet werden kann.

 

 

 

MAIN-POST WÜRZBURG - Ausgabe 27. Juli 2016  -  Quelle :  Redaktionsmitglied Gisela Schmidt

Würzburg. Er hilft Straßenhunden und ausgesetzten Katzen, er unterstützt Tierheime, Gnadenhöfe, die Tiertafel... Norbert Deßlcoh ist ein großer Tierfreund. Nun will er auch noch einen Bären retten. Ledia heißt das Tier und sitzt in Albanien.

Aus dem Fernsehen habe er von dem Elend dieser albanischen Braubärin erfahren, erzählt Norbert Deßloch. "Ledia ist etwas dreieinhalb Jahre alt und so lange sitzt sich auch schon in diesem Käfig, in dem sie sich gerade mal um die eigene Achse drehen kann."

Der Käfig "steht auf dem Parkplatz eines ehemaligen Restaurants", sagt Deßloch. Der Bär sei als Jungtier gefangen und dort eingesperrt worden, um Gäste anzulocken. Inzwischen ist das Lokal längst geschlossen, der Bär aber ist immer noch da. "Einmal in der Woche kriegt Ledia einen Eimer Wasser, ab und zu ein paar Gemüseabfälle oder altes Brot." Zudem liege der Parkplatz in einem Hochwassergebiet. "Wenn das Gelände überflutet ist, muss das Tier wochenlang auf den Hinterbeinen in seinem Käfig stehen, um nicht zu ertrinken."

Die Bilder von Ledia sind Tierfreund Deßloch nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Und weil er ist, wie er ist, hat er sofort Kontakt zu Arpád von Gaál aufgenommen, dem Vorstandsvorsitzenden der "Gewerkschaft für Tiere". Diese Oranisation betreibt in Hart bei Bad Füssing einen Gnadenhof für Bären: Elf Hektar auf einem ehemaligen Munitionslager der Bundeswehr, mit Wald und Teichen und Höhlen, umgeben von einem Hochsicherheitszaun, 13 Bären, alle aus unwürdigen Verhältnissen in Kroatien, Italien, Spanien, Bulgarien und Litauen gerettet, leben hier. Und weil von Gaál grünes Licht für Ledias Aufnahme gegen hat, kann die Bärin hier bald als 14. Bewohnerin einziehen.

Der Transport von Albanien nach Niederbayern ist teuer. Weil Ledia ihre Reise in ein besseres Leben weder mit dem Flugzeug, noch mit dem Schiff antreten darf, muss sie in einem klimatisierten LKW geholt werden. Eine Woche wird die Fahrt dauern, zwei Fahrer sind vonnöten, ein Tierarzt muss mit an Bord sein. Dazu kommt der Zoll, den Albanien und Slowenien erheben. "Wir rechnen mit Kosten von rund 10.000 Euro", sagt Norbert Deßloch.

Um die Summe zusammen zu bekommen, veranstaltet er einen Flohmarkt. Drei Schaufenster seiner Theaterparfümerie hat er derzeit mit allerlei Keramik, Modeschmuck, Bildern, Dekoartikeln und anderen Sachen bestückt. Der Erlös fließt komplett ins Bärenprojekt. "Wer noch hochwertige Flohmarkt-Artikel spenden möchte, kann sie gerne in die Parfümerie bringen", sagt Deßloch, der die ersten 2.000 Euro schon überwiesen hat.

In zwei Monaten soll Ledia nach Deutschland kommen. Damit das klappt, hat Deßloch einen zweiten Geschäftsmann ins Boot genommen: Christoph Riedmayer, Betreiber von zwei Kupsch-Märkten in Würzburg, der sich schon seit mehreren Jahren für gequälte Bären in Asien engagiert. "Für Ledia Rettung habe ich die Hilfe für die Bären in Asien kurz ausgesetzt", erzählt Riedmayer. Bis die nötigen 10.000 Euro zusammengetragen sind, verkauft er Wein und Gummibären zu Gunsten der albanischen Bärin.

Wenn Ledia im Gnadenhof in Hart eintrifft, wird sie Aurora wiedersehen. Die beiden Tiere kennen sich. Aurora wurde auf demselben Parkpaltz wie Ledia unter denselben erbärmlich Bedingungen gehalten. Seit Anfang Juni lebt sie in Niederbayern. Und zum ersten Mal in ihrem Leben wird sie tierärztlich betreut und artgerecht ernährt. Sie kann in einem Teich baden, Gras unter den Pfoten Spüren, in einer Höhle schlafen - und sie kann Ledia zeigen, wie schön ein Bärenleben sein kann.

Weitere Infos: Theaterparfümerie Deßloch, Tel. 0931/51550, www.gewerkschaft-fuer-tiere.de

 

 

MAIN-POST WÜRZBURG - Ausgabe 11. August 2016  -  Quelle : Redaktionsmitglied Gisela Schmidt

Rettung der traurigen Bärin steht kurz bevor

Damit Ledia in einen Bärenpark kommen kann, werden noch hochwertige Flohmarktartikel gesucht

Würzburg. Braunbärin Ledias Leidensweg ist fast beendet: Norbert Deßloch hat schon 8.500 Euro für ihre Rettung gesammelt. Damit die dreijährige Bärendame aus ihrem engen Käfig in Albanien befreit und in einen niederbayerischen Gnadenhof gebracht werden kann, fehlen noch 1.500 Euro.

Das Foto von Ledia, erschienen Ende Juli in der Main-Post, hat vielen Menschen berührt. Mit traurigem Blick, struppigen Fell, mager und nass steht das Tier auf den Hinterbeinen in einem 2,3 Quadratmeter kleinen Käfig irgendwo in Albanien. Versorgt wird die Bärin schlceht bis gar nicht. "Ich Besitzer macht derzeit Urlaub", sagt Norbert Deßloch, der das Elend beenden will, "so lange er weg ist, darf niemand das Grundstück betreten". Aber auch wenn der Mann da ist, kümmere er sich kaum um das Tier, das seit drei Jahren in seinem Gefängnis auf dem Parkplatz eines ehemaligen Restaurants vor sich hin vegetiert.

"Lieber heute als morgen" möchte Tierfreund Deßloch die Bärin befreien und in den Gnadenhof für Bären in Hart bei Bad Füssing bringen lassen, wo schon ein Platz für sie reserviert ist. Damit er sein Ziel erreicht, veranstaltet der Geschäftsmann in seiner Theaterparfümerie einen Flohmarkt. Kunst und Keramik, Modeschmuck, Dekoartikel und, und, und verkauft er hier, um Ledia Rettung zu finanzieren. Vieles stammt aus seinen eigenen Beständen. "Aber es haben schon viele Würzburger sehr schöne Sachen gebracht, die wir für Ledia verkaufen und für die wir sehr dankbar sind."

In den letzten Tagen haben sich allerding die Schaufenster, ind denen die Parfümerie die Flohmarkt-Artikel ausstelllt, deutlich geleert. "Wir brauchen Nachschub", sagt Deßloch. Kleidung kann er nicht annehmen. Aber für alle anderen hochwertigen Flohmarkt-Artikel ist er dankbar.

Sein Team steht hinter Deßloch. Seit die "Aktion Bärenrettung" läuft, beraten die Verkäuferinnen nicht nur die Kundschaft. Sie säubern und polieren auch die gespendeten Sachen und dekorieren sie liebevoll. "Alles für Ledia", sagt Deßloch. Zwei seiner Mitstreiter in Sachen Bärenrettung, Volker Poloczek und Thomas Bäumler, packen ebenfalls mit an. "Am Samstag, 20. August, von 19 bis 23 Uhr, haben die beiden beim Nachtflohmarkt in der Posthalle einen Stand. Auch dafür werden noch Sachen gesucht. Der Erlös ist natürlich für die Bärin."

Wenn alles so klappt, wie Deßloch es sich erhofft und er die 10.000 Euro zusammen bekommt, kann Ledia Mitte September mit einem klimatisierten Transporter von Albanien in den Gnadenhof für Bären reisen. Auf einem ehemaligen Munitionslager der Bundeswehr bei Bad Füssing gibt es seit 2008 ein Paradies für geschundene Bären. Auf Ledia warten eine Quarantäne- und Krankenstation, ein Eingewöhnungsgehege, 110.000 Quadratmeter Freifläche mit Wald, Wiesen, Höhlen und Teichen - und 13 weitere Bären. Alle stammen aus dunklen Verschlägen, aus dreckigen Käfigen und aus den Manegen fragwürdiger Zirkusse in Italien, Spanien, Bulgarien, Kroatien. Und alle dürfen sich im Gnadenhof für Bären von ihren Qualen erholen.

Flohmarktartikel und Geldspenden können während der Geschäftszeiten in der Theaterparfümerie, Tel. (0931) 51550 abgegeben werden

 

 

Aktuelle Information (1. September 2016) zur Bärin Ledia :

Wie wir erfahren haben, hat der DEUTSCHE Zoll die nötigen Einreisepapiere fertiggestellt; wenn alles läuft wie erwartet, so kann mit der Überführung und dem Transport von Ledia in der ersten Hälfte des Septembers begonnen werden. Wir hoffen alle, dass den Verantwortlichen und Beteiligten keine weiteren Steine - von Seiten der anderen Ländern und Behörden - in den Weg gelegt werden, und Ledia als bald wie möglich in ihren neuen Zuhause in Bad Füssing ihr Leben verbringen darf, um auch endlich lernen zu können, wie sich Gras unter den Pfoten anfühlt, wie es ist mit Artgenossen herum zu toben, und endlich auch mal Vertrauen in die Menschen zu fassen...

 

 

 

 

Überweisung 29. Juli 2016Überweisung 29. Juli 2016 Überweisung 3. August 2016Überweisung 3. August 2016 Überweisung 9. August 2016Überweisung 9. August 2016
Überweisung 16. August 2016Überweisung 16. August 2016 Überweisung 30. August 2016
Überweisung 30. August 2016  

 

 

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